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Kantonales Projekt Leseförderung

Ausgangslage

Wiederholt schneiden die Schweizer Jugendlichen im Bereich der Lesekompetenz nicht besonders gut ab. Beim Lesen liegt die Schweiz im OECD-Mittelfeld, zusammen mit ihren Nachbarländern A, I, und F. Im Durchschnitt erreichten bei der letzten Pisa Erhebung knapp 20% der Jugendlichen die Kompetenzstufe 2 (von 6) nicht.

Die Lesekompetenz steht gesellschaftlich und politisch besonders im Fokus, da sie eine notwendige Kernkompetenz in unserer heutigen Gesellschaft darstellt. Bereits in der Schule ist das Verstehen von Texten eine grundlegende Voraussetzung für das Lernen in allen Fachbereichen sowie für lebenslanges Lernen und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Der Grundstein dazu wird in der Volksschule gelegt.

Die Thematik gewinnt auch im Kanton Bern politisch an Bedeutung. Die GR Roland Näf und Thomas Brönnimann haben am 23. Januar 2017 eine Motion eingereicht, welche vom Regierungsrat Massnahmen zur Förderung der Lesekompetenz fordert.

Ziele

Aufgrund dieser Ausgangslage, hat die Bildungs- und Kulturdirektion ein Projekt zur Leseförderung mit folgenden Zielsetzungen lanciert:

  • Im Fächernet werden z. H. der Lehrpersonen und Schulen in Ergänzung zu den empfohlenen Lehrmitteln evidenzbasierte geeignete Lesefördermaterialien, Diagnoseinstrumente und methodisch-didaktische Hinweise aufgeschaltet.
  • Mit einzelnen, ausgewählten Schulen soll eine Probephase für eine Umsetzung der Leseförderung als Schulentwicklungsschwerpunkt stattfinden. Die Testschulen sollen von einer fachlichen Begleitperson der PH Bern beraten und unterstützt werden.

Mit dem Fokus auf die Risikogruppe und mit Anlehnung an die QUIMS-Schulen im Kanton Zürich stehen im Projekt insbesondere multikulturelle Schulen, wo viele Kinder und Jugendliche mit nichtdeutscher Erstsprache und aus den tieferen Sozialschichten unterrichtet werden, im Zentrum.

Die Wirksamkeitsforschung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung belegt, dass sich Unterricht ausschliesslich über Unterrichtsentwicklung verändert, weiterentwickelt und verbessert. Das bedeutet, dass auch die Leseförderung Teil der Unterrichtsentwicklung sein muss, wenn sie wirksam und nachhaltig gefördert werden soll.

Trägerinnen der Umsetzungen sind deshalb die einzelnen Schulen (Konzept über die einzelnen Schuljahre hinweg). Die Lehrpersonen erwerben neues Knowhow zur Lesedidaktik und entwickeln ihren Unterricht so, dass er für die verschiedenen sprachlichen Niveaus produktiv wird.

Auf Wunsch kann der französischsprachige Kantonsteil vorliegendes Konzept als Grundlage für ein allfälliges Projekt in ihrem Sprachgebiet nutzen.

  • Lernende mit Leseschwierigkeiten

Pilotprojekte

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